Highlight: Technische Analyse EUR/USD

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[11.11.2011] Technische Analyse EUR/USD – Den Süden im Visier

Beginnen wir mit dem „big picture“: inmitten des seit Sommer 2010 relevanten Aufwärtstrendkanals (dunkelgrün) schwenkte der EUR/USD zu Mai-Beginn in eine Seitwärts-Range (blau). Das ist erstmal nichts Außergewöhnliches. Temporäre Konsolidierungen gehören zu dynamischen Trendbewegungen über längerfristige Zeithorizonte. Doch sollten diese Konsolidierungsphasen optimalerweise innerhalb des dominierenden Trendkanals ablaufen. Im vorliegenden Basiswert läuft diese Phase nicht nur aus dem Kanal heraus, sondern bildet darüber hinaus einen südwärts neigenden Trendkorridor (rot). Damit wurde im September nicht nur der langfristige Aufwärtstrend, sondern auch die untere Begrenzung des Seitwärtskanals bei 1,4050 Zählern (dunkelblau) nachhaltig und mit hoher Impulsivität nach unten durchbrochen. Zudem hat das Devisenpaar im selben Monat noch den MA200 (orange), die langfristigen Unterstützungen bei 1,38 und 1,35 US-Dollar (hellblau) und auch noch die untere Begrenzung des Abwärtskanals gerissen, um sein neues 7-Monatstief bei 1,3146 US-Dollar zu markieren.

Chart EUR/USD

Abb.:Tageschart EUR/USD – 11.11.2011 / Quelle: IG Markets - Handelsplattform PureDeal

Mit einem ebenso hohen Momentum ging die europäische Gemeinschaftswährung dann in den Rebound-Modus über und kassierte sämtliche Widerstände wieder ein. Erst der gleitende 200 Tage-Durchschnitt, in Kombination mit der oberen Begrenzung des Abwärtskanals sowie der Widerstand bei 1,4050 Treffern, stellte eine technische Barriere dar, die der Euro nicht mehr überwinden konnte. Vielmehr repräsentiert dieses Hoch das Haupt einer leicht abwärts geneigten SKS-Formation (Schulter-Kopf-Schulter) – eine der signifikantesten Trendumkehrformationen, die die Charttechnik kennt. Damit weist die Tendenz wieder südwärts. Mitte der Woche wurde bereits wieder der MA50 von oben nach unten durchbrochen. Seinen Boden fand der Euro am gestrigen Tag wieder exakt am Support-Level von 1,35 US-Dollar.

Auf kurze Sicht sieht die technische Analyse den Euro also eher leichter notieren - mittelfristig dürfte sich das Kursgeschehen zwischen den besagten Horizontal-Barrieren bei 1,35 und 1,38 US-Dollar abspielen, danach gewinnen dann wieder die technischen Begrenzungslinien der Abwärtskanals an Relevanz. Übergeordnet befindet sich die europäische Gemeinschaftswährung damit nach wie vor im Down-Trend, begleitet von einer hohen Vola, einer Vielzahl von Richtungswechseln und dynamischer Zwischenrallyes im Zuge politischer bzw. fiskal-politischer Wasserstandsmeldungen von der europäischen Schuldenfront. Aktuell notiert die europäische Gemeinschaftwährung bei1,3632 US Dollar.

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Aktualisert: 11.11.2011 13:15

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