Risk- und Money-Management –

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Der Handel mit CFDs bietet gute Renditechancen, birgt aber auch hohe Risiken.

Deshalb sollten Anleger darauf achten, ihr Kapital und das damit eingegangene Risiko gut zu strukturieren.

Die meisten Anleger sind immer auf der Suche nach den lukrativsten Geschäften – eine Suche, die aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten schwer schon genug ist. Dabei wird allzu leicht vergessen, einen Handel sinnvoll durchzustrukturieren. Denn planloses Handeln ist das gefährlichste, was Anleger tun können. Kein Anleger sollte davon ausgehen, dass jeder seiner Trades Gewinn generieren wird. Ganz im Gegenteil: Falsche Prognosen und somit Fehlpositionierungen und deren Folgen müssen von Anlegern sogar ganz bewusst mit ins Kalkül gezogen werden.

Konkrete Ansätze zum Riskmanagement

Wie also soll der Anleger vorgehen, der seinen Handel - nach Auswahl eines Basiswertes - professionell planen und organisieren möchte? Am Anfang steht der Ausstiegskurs. Noch bevor Trader sich für einen Einstieg entscheiden, sollten sie schon im Vorfeld wissen, wo sie im Gewinn-, aber auch im Verlustfall aussteigen wollen. Das ist das sogenannte Festlegen des Gewinnziels (Take Profit) und der Verlustgrenze (Stop Loss). Ohne diese Vorüberlegungen kann es dem Anleger passieren, dass ein Trade so stark in die Verlustzone dreht, dass es für ihn schmerzlich wird – ohne zu wissen, wie er sich dabei verhalten soll. Genauso soll auf diese Weise aber auch vermieden werden, dass ein entsprechender Gewinn mit der Zeit wieder dahin schmilzt, weil der Anleger nicht rechtzeitig verkauft. So ist schon aus großen Kursgewinnen am Ende noch ein herber Verlust geworden. Mit einer klaren Strategie und entsprechendem Risikomanagement können solche Fallen umgangen werden. Darüber hinaus erspart sich der Anleger auch viele Sorgen, wenn er klares Risikomanagement betreibt.

Wie man Stopmarken richtig einsetzt

Wichtig für den Erfolg eines Trades ist auch, dass das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) attraktiv ist: Bei einem lohnenswerten Investment sollte das Gewinnpotenzial mindestens doppelt so hoch sein wie das mögliche Verlustrisiko. Dies lässt sich mit dem entsprechenden Platzieren der Stopmarken punktgenau umsetzen. Was genau ist nun beim Festlegen vom Take Profit und beim Stop Loss genau zu beachten? Welche Kurse der Trader für seine Stopmarken wählt, hängt weitgehend von seiner eigenen Handelsstrategie, technischen Signalen und der persönlichen Risikoneigung ab. Desweiteren sollte der Abstand zum aktuellen Kurs groß genug sein: Sind die Stops zu eng gesetzt, wird der Trader bei der kleinsten Gegenbewegung ausgestoppt und kann nicht mehr an einer möglichen positiven weiteren Entwicklung partizipieren.

Wer seine Gewinnchancen nicht begrenzen möchte, der kann den Trailing Stop als Alternative zum Take Profit nutzen. Dieser läuft automatisch und dynamisch mit dem Kurs unter Einhaltung eines vom Händler festgelegten Abstands. Auch hier kann es allerdings passieren, dass Anleger bei größeren Kursschwankungen ausgestoppt werden. Wichtig ist trotzdem das Festhalten an einer einmal gewählten Stop Loss-Marke – andernfalls wäre diese überflüssig. Darüber hinaus sollte sich der Händler auch ein zeitliches Limit – einen sogenannten Zeitstopp – setzen, der sein eingesetztes Kapital wieder aus einem Trade freigibt, falls der Wert keine nennenswerte Bewegung aufzeigt.

Das Moneymanagement bestimmt die Höhe des Einsatzes

Zum Risiko- und Moneymanagement gehört auch die Frage, wie viel Geld ein Anleger pro Trade einsetzen sollte. Gutes Moneymanagement ist nicht zuletzt deshalb notwendig, weil ein bestimmter Kapitalverlust immer nur durch einen entsprechend höheren Gewinn wieder ausgeglichen werden kann. Um beispielsweise einen Verlust von 50 Prozent zu kompensieren, ist ein Gewinn von 100 Prozent notwendig. Bei einem Verlust von 75 Prozent muss bereits ein Gewinn von 300 Prozent erwirtschaftet werden, um wieder auf das ursprünglich eingesetzte Kapital zu kommen. Anleger sollten sich immer über ihr verfügbares Anlagevermögen im Klaren sein und ihr Depot-Guthaben strategisch verwalten. Die Summe, die der Trader für ein Geschäft aufwenden sollte, steht in Abhängigkeit zum Depotguthaben und zur Risikoneigung. Bei erfahrenen CFD Tradern entspricht der Anteil am verfügbaren Vermögen, den sie pro Trade riskieren, in der Regel maximal zwei Prozent.

Fazit: Nicht nur die Suche nach den aussichtsreichen Tradinggelegenheiten gehört zum erfolgreichen Anlegen, sondern auch eine disziplinierte Beschäftigung mit den Instrumenten des Risk- und Moneymanagements. Nur wer sich vorher bereits Gedanken über mögliche Ausstiegszeitpunkte macht und nicht alles auf eine Karte setzt, kann auch mal einen Verlust verschmerzen und wird langfristig profitieren.

Autor: Gregor Kuhn, Senior Manager IG Markets

Aktualisert: 26.07.2011 14:30

CFDs sind Finanzprodukte mit Hebelwirkung. Der Handel mit CFDs birgt ein hohes Risiko. Vergewissern Sie sich, dass Sie alle damit verbundenen Risiken vollständig verstanden haben und lassen Sie sich ggfs. von unabhängiger Seite beraten. Der Handel mit CFDs kann nicht nur zum Totalverlust Ihres eingesetzten Kapitals führen, sondern auch darüber hinausgehende Verluste nach sich ziehen. Dieses Werbemittel stellt keine individuelle Anlageberatung dar.

*IG Markets - der weltweit umsatzstärkste CFD-Anbieter, als Teil der IG Group Holdings plc., laut einer Studie von Investment Trends vom November 2010 im Vereinigten Königreich.

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