Die Ölpreise haben am Mittwochvormittag wieder höher notiert, nachdem sie im amerikanischen Handel noch von schlechten US-Wirtschaftsdaten belastet wurden. Der Junikontrakt für Brent legte um rund 0,2% auf 120,88 USD je Barrel zu und der für US Leichtes Rohöl stieg um rund 0,5% auf 107,22 USD je Barrel (Stand: 11:50 Uhr). Gestützt werden die Preise vom schwachen US-Dollar sowie von der aktuellen Ölmarktstatistik der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC). Sie rechnet für das laufende Jahr mit einem Anstieg der Ölnachfrage um 1,4 Mio Barrel pro Tag. Das höchste Nachfragewachstum soll demnach in China stattfinden; dort soll die Nachfrage gegenüber dem Vorjahr um 5,74% auf 9,46 Mio Barrel pro Tag steigen. Davon kann die Volksrepublik allerdings nur einen Bedarf von 4,23 Mio Barrel pro Tag aus eigener Produktion decken, wie es weiter von der OPEC hieß.
Gestern belastete im amerikanischen Handel die schlechte US-Handelsbilanz die Ölpreise: Laut dem Handelsministerium sind im Februar sowohl die Ein- wie die Ausfuhren gesunken. Eine Reihe von Analysten setzten deshalb ihre Prognosen für das US-Wirtschaftswachstum im ersten Quartal herab. Viele Ölhändler werden aus der Entwicklung eine geringere Nachfrage in den Vereinigten Staaten herausgelesen haben.
Quelle: Handelsplattform PureDeal
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Aktualisiert: André Saenger, 13/04/2011
