Den Aktien der Münchener Rückversicherung hat der am Freitag über Japan hereingebrochene Tsunami einen Kursverlust von über 5% beschert. Zuletzt gerieten die Wertpapiere des Versicherungskonzerns anlässlich der Ölpest im Golf von Mexiko derart unter Druck; damals brach der Kurs binnen der ersten Woche nach dem Untergang der Ölplattform Deepwater Horizon um 11,2% ein. Die Katastrophe stoppte den Aufwärtstrend des Aktienkurses und zwang ihn bis zum Herbst 2010 in eine Seitwärtsbewegung.
Quelle: Handelsplattform PureDeal
Welche Kosten durch den Tsunami auf die Rückversicherer zukommen, wird sich erst bei den Aufräumarbeiten in den kommenden Wochen zeigen. Während dessen sollte die Volatilität im Aktienkurs von Münchener Rück zunehmen.
Für das laufende Geschäftsjahr strebt der Versicherungskonzern ein Konzernergebnis von rund 2,4 Mrd EUR an, wie Münchener Rück am Tag vor dem Tsunami mitteilte. Diese Prognose sei allerdings nur zu erreichen, „wenn die zufallsbedingten Großschäden im weiteren Jahresverlauf unter den durchschnittlichen Erwartungen bleiben“. Der Tsunami wird ohne Zweifel die Kosten durch „zufallsbedingte Großschäden“ in die Höhe treiben. Für das Geschäftsjahr 2010 wies der Konzern einen Gewinn von 2,43 Mrd EUR aus.
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Aktualisiert: André Saenger, 11/03/2011
