Die Marktanalyse spürt signifikante Trendlinien, Widerstands- und Unterstützungszonen auf und dient primär zur Identifikation aussagekräftiger Einstiegs- und Ausstiegssignale. Gerade beim Setzen von Stop Loss Orders kommt diesen Support- und Resistance Levels eine große Bedeutung zu.
Trendlinien und Trendkanäle
Die Trendlinie ist eine der einfachsten, aber effektivsten Analysemethoden, die es gibt. Sie wird benutzt, um die Extrempunkte (Hochs u. Tiefs) eines Trends zu kennzeichnen. Trendlinien dienen zur Begrenzung von steigenden bzw. fallenden Kursen. Letztere bewegen sich immer wieder auf die Trendlinie zu, können diese aber nie überwinden, sondern prallen immer wieder ab.
Die Kombination von zwei Trendlinien ergibt einen Trendkanal. Innerhalb dieses Korridors findet der Kurs jeweils seinen Widerstands- und Unterstützungsbereich.
In einem Seitwärtstrend (Trading Range o. Sägezahnmarkt) fluktuieren die Kurse stetig zwischen zwei konstanten Kursniveaus. Angebot und Nachfrag gleichen sich in dieser Phase aus. Der Seitwärtskanal hat solange Relevanz, bis der Kurs längerfristig und nachhaltig ausgebrochen ist. In dem Fall handelt es sich dann um ein charttechnisches Handelssignal.
Eine technische Reaktion ist eine kurzfristige Pausierung und/oder Gegenbewegung zum aktuell vorherrschenden Trend. Diese Reaktion tritt primär in zwei verschiedenen Formen auf Flaggen und Wimpel, und wird von technischen Analysten i.d.R. als Trendbestätigung gewertet.
Unterstützung und Widerstand
Verläuft der Kurs eines Finanzinstruments längerfristig auf einem bestimmten Preisniveau, handelt es sich um eine sog. Bodenbildung. Unterstützungen (Support Level) und Widerstände (Resistance Level) entstehen an jenen Kursniveaus, an denen ehemalige Kurshochs und -tiefs gebildet wurden. Wird eine Unterstützungs- bzw. Widerstandszone von den Kursen gebrochen, so dreht sich deren Funktion um. Das bedeutet, die Unterstützungszone wird zum Widerstand und umgekehrt.
Wenn der Handel auf Unterstützungs- und Widerstandszonen ausgerichtet ist, sind stets Kursniveaus im Bereich runder Zahlen zu berücksichtigen. Viele Investoren und Händler berücksichtigen diese Preisniveaus bei ihren Handelsaktivitäten (z.B. bzgl. Positionierung & Stop-Plazierung). 
