Erhalten Sie hier eine kurze Einführung in die technische Analyse, inkl. praktischer Beispiele, zu den wesentlichen charttechnischen Analysemethoden:
Fundamentalanalyse vs. Charttechnik
Die Fundamentalanalyse beschäftigt sich mit mikro- und makro-ökonomischen Zusammenhängen (beispielsweise Leitzinssatz, Arbeitsmarktdaten, Geschäftsberichte, Bewertung der Qualität der Unternehmensführung etc.). Der Fundamentalist verwendet also mikroökonomische Unternehmensdaten sowie makroökonomische Konjunktur- und Wirtschaftsinformationen als Basis für die Prognose der Kapitalmärkte.
Die technische Analyse legt dagegen den Fokus ausschließlich auf die Kurshistorie der gehandelten Produkte (Preis- und Umsatzentwicklung). Der Charttechniker beobachtet und analysiert also die vergangene Entwicklung der Kapitalmärkte, um deren Zukunft zu prognostizieren. Er geht davon aus, dass die aktuellen Kurse bereits alle relevanten Fundamentaldaten und Markterwartungen enthalten, letztere also im aktuellen Kurs des entsprechenden Basiswertes bzw. Underlyings schon eingepreist sind.
Auf Grund seines hohen Nutzwerts stellt der Chart die Basis der technischen Analyse dar. Vor diesem Hintergrund lassen sich im Wesentlichen 3 Einzeldisziplinen unterscheiden:
- Darstellungsanalyse: Chartdarstellung (z.B. Kerzen- oder Point & Figure Charts)
- Formationsanalyse: Chartmuster bzw. geometrische Kursmuster (z.B. Dreiecke oder Kopf-Schulter-Formationen)
- Marktanalyse: Ermittlung von Trends, Unterstützungs- und Widerstandszonen, mathematisch abgeleitete Hilfsmittel wie Indikatoren und Oszillatoren
