Ungedeckte Leerverkäufe

 

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Während sich die globale Finanzkrise so langsam beruhigt und Aktien mittlerweile wieder auf soliden Niveaus notieren bleibt der Euro weiter unter Beschuss. Die Skepsis gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung ist bei den Anlegern enorm – Zwischenzeitlich notierte der Euro gegenüber dem US-Dollar bei 1.2142$ und markierte damit ein neues Vierjahrestief.

Warren Buffett pflegte einmal zu sagen: „you only find out who is swimming naked when the tide goes out“ zu deutsch: 'Der einzige Weg herauszufinden wer nackt schwimmt, ist die Ebbe abzuwarten'. Projeziert auf die aktuelle Euro-Situation wird sich im Laufe der Zeit zeigen wie kritisch es im Endeffekt tatsächlich für den ein oder anderen hochverschuldeten europäischen Staat ausschaut.

Wie realistisch ist eine Notierung des Euro auf Parität mit dem US Dollar?

Die hohe Staatsverschuldung

Die große Last der Verschuldung einiger europäischer Staaten ist der treibende Faktor der Euro-Abwertung. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen wurde von den EU-Finanzministern mit Hilfe des IWF ein EU-Rettungsschirm gegründet. Diese Maßnahme ist zweifelsohne ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung der süderopäischen Schuldenkrise, dennoch sind mit dieser Maßnahme die Probleme nicht aus der Welt. Es werden hiermit lediglich die anfallenden Symptome bekämpft aber nicht die Ursache allen Übels ausgemerzt. Die Probleme sind die gleichen geblieben und es fehlt weiterhin an einer überzeugenden Lösung, wie solche Krisen in Zukunft vermieden werden können. Die Marktteilnehmer honorieren zwar den neuerlichen Tatendrang diverser EU-Staatschefs bei der Sanierung ihrer Haushalte, jedoch drücken die geplanten Steuererhöhungen und Sparmaßnahmen deutlich auf den Geldbeutel der Mitbürger. Dies wird mittelfristig den Konsum deutlich einschränken.

Das Verbot der ungedeckten Leerverkäufe

Das von der deutschen Bundesregierung im Alleingang beschlossene Verbot ungedeckter Leerverkäufe für Staatsanleihen und einige deutsche Finanztitel wird vom Markt sehr kritisch betrachtet. Bei einem nicht erkennbaren Nutzen sorgt das Verbot für weitere Verunsicherung bei den Anlegern.

Politiker versus Spekulanten

Viele Politiker geben hingeben den Finanzmarktspekulanten die Schuld für die Turbulenzen am Devisenmarkt. In der Tat sehen wir hier eine Rekord Shortposition gegen den Euro im Markt. So viele Investoren wie derzeit haben noch nie gleichzeitig auf eine Abwertung des Euros spekuliert. Allerdings handelt es sich bei Währungen um den größten Finanzmarkt der Welt. Aufgrund der hohen Liquidität ist es nahezu unmöglich den EUR/USD Kurs in die gewünschte Richtung zu treiben. Weiterhin sah das Bild vor etwas einem Jahr fast identisch aus, mit dem kleinen Unterschied, dass die größte Euro Longposition im Markt gelegen hat.

Dollar und Pfund werten auf

US-Konjunkturdaten zeigten sich in den letzten Monaten deutlich freundlicher als vergleichbare Daten aus der Eurozone. Die konjunkturelle Erholung scheint in den USA weiter fortgeschritten als in Europa, dies erhöht den Druck auf den Euro zusätzlich. Die Wahrscheinlichkeit einer Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank FED ist deutlich höher als eine Leitzinsanhebung durch die EZB. Sollte dies so eintreffen wäre der US-Dollar die attraktivere Anlagewährung und die europäische Gemeinschaftswährung würde weiter leiden. Eine Parität wäre dann realistisch..

Ein weiterer kleinerer aber nicht weniger Aspekt könnte außerdem das britische Pfund sein. Durch die Koalition der Torys und der Liberaldemokraten wird der Sterling im Vereinigten Königreich gestärkt.

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Auswirkungen auf deutsche Aktien

Wenn der Euro fällt freut sich die deutsche Exportwirtschaft. Deutsche Unternehmen können Ihre Waren ‚günstiger‘ in alle Welt verkaufen. Die Unternehmensgewinne steigen und mit ihnen dann die Kurse. Stark exportierende Titel wie Mercedes, BMW, Porsche oder Siemens profitieren. Umgekehrt leiden die Titel, die stark aus dem Nicht-Euro Ausland importieren. Mittelfristig relativiert sich solch ein Vor -bzw. Nachteil allerdings, da sich die Unternehmen gegen Währungsrisiken abhedgen.

Beziehen Sie Position...

Egal, ob Sie der Meinung sind, dass der Euro sich erholen wird oder weiter fällt, haben Sie bei IG Markets die Gelegenheit, mit Positionen in beiden möglichen Richtungen am Markttrend zu partizipieren. Wenn Sie die Meinung vertreten, dass der Euro steigen wird, eröffnen Sie eine Long-Position. Sind Sie der Meinung, dass die europäische Gemeinschaftswährung weiter fällt, gehen Sie „short“. Diese Flexibilität bieten Ihnen so nur CFDs.

Wie sich ein EUR/USD Trade in der Praxis verhält, erfahren Sie einfach und übersichtlich in unserem Handelsbeispiel EUR/USD. Selbstverständlich stellen wir Ihnen unsere gesamte Palette an Orderarten zur Verfügung. Begrenzen Sie Ihr Risiko durch Stops und Limits bzw. unsere garantierten Stops, die immer zum gewünschten Level ausgeführt werden und Sie somit selbst vor Slippage schützen.

Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um keine Anlageberatung handelt und dass IG Markets keinerlei Haftung übernimmt.

Aktualisiert: 02/06/10

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