Gerüchte um ein friedliches Ende des Kriegs in Libyen sorgen am Dienstagvormittag für eine Entlastung an den Ölmärkten. Libyens politische Spitze soll laut Medienberichten zu Gesprächen mit den Rebellen über Wahlen und Reformen bereit sein. Einen Rücktritt lehnt Diktator Gaddafi aber ab. Entlastung für den Ölpreis bringt außerdem die Nachricht über das Ende eines Streiks der Ölarbeiter im zentralafrikanischen Staat Gabun. Durch den Streik fiel kurzzeitig eine Produktion im Umfang von 240.000 Barrel pro Tag aus.
Ein potenzieller Preistreiber für Öl sind die in Nigeria anstehenden Präsidentschafts- und Parlamentswahlen. Sie wurden um eine Woche verschoben, nachdem die Vorbereitungen für die Wahlen nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnten. Nigeria blickt auf eine Reihe von gewaltsamen Auseinandersetzungen bei seinen Wahlen zurück. Das Land gehört zur Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) und hat einer aktuellen OPEC-Statistik zufolge im Jahr 2009 insgesamt 1,811 Mio Barrel Rohöl pro Tag produziert.
Um 10:10 Uhr notieren der Juni-Kontrakt für Brent mit 120,40 USD und US Leichtes Rohöl mit 108,69 USD um 0,12% respektive 0,10% niedriger.
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Aktualisiert: André Saenger, 05/04/2011
