BP [Update 28.7.2010]...

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Der Energiekonzern BP hat wegen Milliardenkosten für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko erstmals seit 1992 rote Zahlen geschrieben. Der umstrittene Vorstandchef Tony Hayward gibt zum 1. Oktober seinen Spitzenposten ab und übernimmt eine andere Aufgabe bei BP. Nachfolger wird der Amerikaner Robert Dudley, der als erfolgreicher Krisenmanager gilt. Von März bis Juni erzielte BP einen Rekordverlust von 17,2 Milliarden Dollar (13,2 Mrd Euro). Das Ölleck soll nun Anfang August endgültig gestopft sein.

In dem Rekordverlust sind 32,2 Milliarden Dollar für die Kosten der Ölpest enthalten. Darin enthalten sind die Ausgaben für die Eindämmung der Katastrophe seit der Explosion der Bohrinsel bis Ende Juni. BP verrechnete bezahlte und abschätzbare Verbindlichkeiten sowie die Einzahlung in einen Entschädigungsfonds. In diesen Fonds will BP auf Drängen von US-Präsident Barack Obama in den kommenden dreieinhalb Jahren 20 Milliarden Dollar einzahlen.

Es könnten weitere Verbindlichkeiten hinzukommen, weil BP im abgelaufenen Quartal nicht alle erwarteten Kosten berücksichtigte. 'Das Ausmaß und die Zeitspanne für mögliche Verpflichtungen in Bezug auf die Ölpest im Golf von Mexiko sind einem sehr hohen Grad an Unsicherheit ausgesetzt', hieß es im Quartalsbericht.

Um die Kosten wieder auszugleichen, will BP in den kommenden 18 Monaten Unternehmensteile im Wert von bis zu 30 Milliarden US-Dollar verkaufen, vor allem Öl- und Gasfelder. In der vergangenen Woche hatte BP bereits Vermögenswerte in Texas, Kanada und Ägypten an den US-Öl- und Gasförderer Apache für sieben Milliarden US-Dollar verkauft.

UPDATE 29.07.2010: BP bekommt Ölaustritt nicht in den Griff

Nachdem am vergangenen Freitag erste Erfolge im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko gemeldet wurden, gibt es heute wieder schlechte Nachrichten. Die US-Regierung wies am Sonntagabend auf ein neues Leck in der Nähe des Bohrlochs hin. Offenbar tritt erneut Öl aus dem Bohrloch aus. Der Aktienkurs der BP Aktie gerät durch diese Nachricht wieder deutlich unter Druck. Aktiell notieren die Papiere von BP bei 385 Pence mit knapp 6% im Minus. Nur einige Stunden zuvor hatte BP einen Durchbruch gemeldet. Seit drei Tagen floss kein Öl mehr aus dem Leck in die Tiefe. Ein Zylinder konnte die Ölfontäne vorerst in den Griff bekommen.

UPDATE 17.06.2010: BP Dividende fällt aus!

Wie bereits von IG Markets am 05.06. vermutet, wurde heute vom BP Konzern offiziell bestätigt dass die bereits bezahlte Dividende für das erste Quartal rückwirkend ausfällt - ein Desaster!

UPDATE 16.06.2010: BP mittlerweile nur noch knapp die Hälfte wert – US-Präsident Obama macht Druck – Solarwerte profitieren

Seitdem Beginn der Ölkatastrophe vor ca. zwei Monaten hat die BP-Aktie knapp die Hälfte des Börsenwerts eingebüßt. Die Kosten zur Beseitung des angerichtenden Schadens belaufen sich bereits jetzt auf 1,6 Milliarden Dollar, Tendenz steigend!

Presseberichten zufolge fordert die US-Regierung um Barrack Obama die Einrichtung eines Treuhandfonds um die enormen Schadenersatzforderungen begleichen zu können. Der Fonds soll weiterhin nicht von BP selbst, sondern von unbhängiger Stelle verwaltet werden. Darüber hinaus gilt ein Aussetzen der vierteljährlichen Dividenzahlung für die Aktionäre nun als sehr wahrscheinlich. Eine realistische Option ist es, das eingesparte Kapital von ca. 1,7 Milliarden Pfund in den Treuhandfonds einfließen zu lassen.

Jegliche Versuche, das austretende Öl zu stoppen, schlugen bisher fehl. Schätzungen zu Folge strömen derzeit bis zu 8.200 Tonnen Öl pro Tag in den Ozean. US-Präsident Barack Obama warb eindringlich dafür, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wie Öl deutlich zu reduzieren. Es sei nun Zeit für eine Zukunft mit ‚sauberen’Energien. Solarwerte profitieren im Zuge der Öl-Katastrophe deutlich, die Rede von Obama gibt Solarwerten heute weiteren Auftrieb.

UPDATE 10.06.2010: BP auf 13-Jahres-Tief – Dividende wird wohl komplett ausfallen...

Die Aktie des britischen Ölkonzerns BP ist am heutigen Handelsmorgen um weitere 10% gefallen. Seitdem Beginn der Ölkrise ist die Aktie nun bereits mehr als 45% gefallen. Ein Boden ist nicht in Sicht. Marktspekulationen über ein Aussetzen der BP-Dividende lassen die Aktie ins Bodenlose stürzen. Eine Reduzierung der Dividende galt als relativ sicher, ein komplettes Aussetzen der Dividende ist für den Großteil der BP-Investoren katastrophal.

UPDATE 05.06.2010: Massive Auswirkungen durch den BP-Verfall - Britische Renten in Gefahr...

Nahezu alle britischen Pensionskassen sind in der ‚eigentlich‘ soliden Aktie von BP investiert und sehen die aktuelle Situation mit großer Sorge. Pensionskassen investieren in dividenstarke Unternehmen und finanzieren mit den ausgeschüttenten Dividenden die Renten bzw. Pensionen der Bürger. Neben dem extremen Kursverlusten der BP-Aktie wäre vorallem eine Reduktion bzw. ein Aussetzen der Dividendenausschüttung katastrophal für die britischen Pensionskassen. Details sollen BP zufolge am 27. Juli bei der Vorstellung der Bilanz für das 2. Quartal veröffentlicht werden, dann wird die Höhe der nächsten Dividende bekanntgegeben. Außerdem soll am 22. Juni eine Ausschüttung stattfinden. An dieser Dividendenpolitik hat sich aber inzwischen angesichts der Katastrophe scharfe Kritik entzündet. Es gilt als unwahrscheinlich das die vorab geschätze Dividende in Höhe von 46 Pence, dies entspricht einer Dividendenrendite von 8,75%, tatsächlich ausgeschüttet wird. Die BP-Dividende machte im letzten Jahr allein 15% der gesamten ausgeschütteten Dividenden britischer Unternehmen aus. Eine Reduktion würde den britischen Leitindex deutlich belasten und mit hoher Wahrscheinlichkeit eine ‚underperformance‘ gegenüber den anderen europäischen Leitindizes nach sich ziehen.

Die Aktie von BP schmiert weiter ab...

Die Aktie des britischen Energiekonzerns British Petroleum (BP) leidet weiter unter der selbst verursachten schlimmsten Ölpest in der Geschichte der USA. Am 20. April 2010 kam es auf der im Golf von Mexiko liegenden BP-Bohrinsel ‚Deepwater Horizion‘ zu einer Explosion. Seitdem tritt immernoch Öl und Gas ins Meer. Die Auswirkungen für die Umwelt, britische Renten und BP sind katastrophal.

‚Top-Kill‘ gescheitert...

Die sogenannte ‚Top-Kill‘-Aktion zur Abdichtung des aus der Explosion resultierenden undichten Bohrkopfs in ca. 1.500 Metern Tiefe ist am gestrigen Tage gescheitert. Öl und Gas strömt weiterhin ins Meer und verschmutzt die Umwelt. BP arbeite nun mit Hochdruck an einem weiteren Verfahren das Problem endlich in den Griff zu bekommen.

Ökonomischer und biologischer Schaden bereits jetzt enorm...

Seit Beginn der Katastrophe sind laut Schätzungen der US-Regierung bereits ca. 70-150 Millionen Liter in den Ozean geflossen. Bereits jetzt ist es damit die größte Ölpest der US-Geschichte. Sollte allerdings auch die neue Abdichtungs-Methode scheitern drohen weitere Verschmutzungen. Hunderte Schildkröten, Vögel und Meeressäuger haben bereits im Öl verseuchten Meer ihr Leben gelassen.

BP muss zahlen...

Auf BP kommen hohe Kosten zur Beseitung der Schäden zu. Zum aktuellen Zeitpunkt rechnet BP, nach eigenen Angaben, bereits mit Kosten von 930 Millionen US-Dollar. Die Tendenz ist aufgrund des immernoch nicht beseitigten Lecks deutlich steigend. Diese Tatsache lässt die Anleger respektive Aktie nicht kalt.

Die BP-Aktie hat fast ein Drittel des Börsenwerts eingebüßt...

Seit Beginn der Öl-Katastrophe ist die Aktie des Energiekonzerns deutlich eingebrochen und notiert mittlerweile knapp 30% tiefer. Ein Ende des Abwärtstrend ist derzeit nicht abzusehen, jedoch sind steigende Notierungen erst wieder mit Beseitigung des Lecks realistisch.

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Aktualisiert: 01/06/10

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